Kalkofen

Der Kalkbrennofen und der Hohlweg am Espenloh

Kalkofen danach 2


Der Kalkbrennofen ist die dritte Wegstation des NLP „Durch den Leinacher Muschelkalk“. Er befindet sich an der Betonstraße zum Menthalhof, am Espenloh.


1928 wurde dieser Kalkofen vom Oberleinacher Tüncher Georg Burkhard errichtet.

Mit Unterstützung der Gemeinde und der Schaffenskraft der „Leinacher Wucht“ wurde der Kalkofen 2005/2006 restauriert und ist Wegpunkt des Naturlehrpfades Muschelkalk.

Kalkofen vor
der Restaurierung

Kalkofen vorher

Kalkofen nach
der Restaurierung

Kalkofen danach2

 

Der Hohlweg

Kalkofen-Hohlweg im HerbstAm Kalkofen am Espenloh führt der jahrhunderte-alte Hohlweg vorbei, der durch den Bau der Betonstraße, im Zuge der Flurbereinigung in Vergessenheit geriet. Durch die Planungen zum zweiten Naturlehrpfad wurde der Agenda21 Arbeitskreis „Brauchtum, Kultur, Soziales“ auf dem vergessenen Kalkofen und den zugewachsenen Hohlweg aufmerksam. Mit tatkräftiger Hilfe der Vereins „Leinacher Wucht“  ist es mit Unterstützung der Gemeinde Leinach gelungen, den Kalkofen zu restaurieren und den Hohlweg als Wanderweg zu nutzen.

 

Bilder vom Bau
des Kalkofen und des Hohlwegs

 

 

Zum Abschluss der Restaurierung wurde 2007 erstmals ein Fest am Kalkofen abgehalten.

Die „Leinacher Wucht“, die „Arbeiter-Interessen-Gemeinschaft“, die „Kameradschaft ehemaliger Soldaten“ und der Agenda21 Arbeitskreis veranstalteten 2008 und 2009 ein Fest rund um den Kalkofen.

Seit 2010 lädt die „Leinacher Wucht“ jeweils an Maria Himmelfahrt zum Kalkofenfest am Espenloh ein.

 

Nutzung der Kalköfen

 Genutzt wurde solche Kalköfen bis Ende der 50er Jahre zur Herstellung von Branntkalk aus Muschelkalksteinen. Der Branntkalk fand als Baumaterial Verwendung bei Maurern und Tünchern (Interener Link s. Unten).

Die Bauern und Arbeiter des Ortes verdienten sich ein Zubrot in den Wintermonaten, in denen die Feldarbeit und die Arbeit auf Baustellen weitgehen ruhte, durch das Brechen der Kalksteine in den umliegenden Steinbrüchen am Volkenberg und Espenloh. Heute gewinnt man Kalk und Zement in modernen Drehöfen

 

Feuer Wasser Stein
Traditionelle Kalkgewinnung

Hier unsere Präsenation zum Thema "Kalkgewinnung".
Kalkgewinnung

Mehr erfahren Sie unter http://holzkalkbrennerei-koerndl.de

Verwendung von Branntkalk

 Für gelöschten Branntkalk gibt es vielfache Anwendungen.

         Hauptverwendung für den Löschkalk (Sumpfkalk) war und ist der Mörtel im Bauwesen. Zur Verwendung als Baustoff wurde der Löschkalk dann (Sumpfkalk) mit etwa der dreifachen Menge Sand vermischt und verdünnt. Ein guter Luftmörtel sollte aus etwa 10-12 % Branntkalk (CaO), 15% Wasser und 75 % Wasser hergestellt sein. Der Mörtel als Bindemittel nimmt aus der Luft allmählich CO2 (Carbonatisierung) auf und härtet dabei unter gleichzeitiger Wasserausscheidung. Der enthaltene Löschkalk wird wieder zu dem was er war, zu Kalkstein!

         Mit Wasser verdünnter Löschkalk (Sumpfkalk) als Kalkmilch wird heute noch zum Anstreichen (kälken) von Wänden und Häusern verwendet.

         Ebenso findet die Kalkmilch Verwendung beim Frostschutzanstrich bei Obstbäumen, Schädlingsbekämpfung und in der Abwasserreinigung.

         In der Landwirtschaft wird sie immer noch als Desinfektionsmittel und zum Tünchen und Desinfizieren der Ställe eingesetzt (stark basisch).

         Das Kalkpulver (Weißfeinkalk) wird heute noch in der Landwirtschaft zum Düngen der Felder und Gärten verwendet. Es wirkt stark basisch

 

Presse

Hier zwei Veröffentlichungen aus der Bauphase

Artikel in der Mainpost

 Kalkofen-Presse 1

Kalkofen-Presse 2

 

Wusstest Du schon?

… dass unsere Gemeinde Leinach erst seit 1978 besteht? aus der Leinacher Chronik von Christine Demel

wandertipp